Vom Strauchschnitt zum hochwertigen Kompost Abfallentsorgung des Landkreises gibt Tipps für eine saubere Biotonne
Landkreis Kassel. Wenn im Herbst die Beete geräumt, Stauden zurückgeschnitten und die letzten Früchte geerntet werden, fällt in Gärten und Küchen besonders viel organisches Material an. Damit daraus hochwertiger Kompost entstehen kann, kommt es auf die richtige Befüllung der Biotonne an. „Viele Menschen im Landkreis trennen ihre Bioabfälle bereits sehr sorgfältig. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Gerade im Herbst möchten wir noch einmal dafür sensibilisieren, genauer hinzuschauen. Was wir in die Biotonne hineinwerfen, entscheidet letztlich über die Qualität dessen, was daraus entsteht. Jede Plastiktüte, jedes Glas und jede Verpackung weniger hilft uns dabei, aus unseren Bioabfällen einen hochwertigen Kompost herzustellen“, betont Uwe Pietsch, Betriebsleiter der Abfallentsorgung Kreis Kassel.
Ab in die Tonne
Ob Laub, Staudenrückschnitt und andere geeignete Gartenabfälle oder Obst- und Gemüseschalen, Speisereste, Kaffeefilter und Teebeutel aus der Küche: Diese organischen Abfälle sind in der Biotonne richtig aufgehoben. Aus den gesammelten Bioabfällen stellt die Abfallentsorgung Kreis Kassel in ihren Biokompostierungsanlagen Qualitätskompost her.
Gerade im Herbst sind Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer gefragt. Fallobst darf zwar grundsätzlich in die Biotonne, sollte aber nicht in großen Mengen auf einmal eingefüllt werden. Denn Obst ist schwer und kann das zulässige Gewicht des Behälters schnell erhöhen. Für Abfallbehälter gelten aus technischen und arbeitsschutzrechtlichen Gründen Höchstgewichte. Ein zu schwerer Behälter kann bei der Leerung sogar in die Schüttung fallen.
Am einfachsten und ökologisch sinnvoll ist es, Bioabfälle lose in die Biotonne zu geben. Auch das Einwickeln beispielsweise feuchter Speisereste in Papier ist möglich. Zeitungspapier und geringe Mengen Küchenpapier können hierfür verwendet werden.
Wer Wert auf eine besonders saubere Sammlung legt, kann kompostierbare Biobeutel verwenden. Die von der Abfallentsorgung Kreis Kassel empfohlenen Beutel sind am aufgedruckten Keimling-Symbol zu erkennen. Sie wurden auf ihre Eignung für die kreiseigenen Biokompostierungsanlagen abgestimmt.
Störstoffe müssen draußen bleiben
Plastiktüten, Kunststofffolien und andere Kunststoffverpackungen haben in der Biotonne nichts verloren. Ebenso wenig gehört Glas mit Lebensmittelanhaftungen hinein. Die Störstoffe müssen mit hohem technischen und finanziellen Aufwand aus dem Bioabfall entfernt werden.
Auch Lebensmittel sollten immer aus ihrer Verpackung genommen werden, bevor die organischen Bestandteile in die Biotonne gegeben werden. Verpackungen müssen entsprechend ihrem Material getrennt entsorgt werden. Kunststoffverpackungen gehören beispielsweise in die Gelbe Tonne, Lebensmittelgläser in die Glascontainer.
Nur aus sauber getrennten Bioabfällen kann ein hochwertiger Kompost entstehen, der anschließend zur Bodenverbesserung und Düngung in privaten Gärten, in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden kann. Störstoffe hingegen erschweren die Verarbeitung erheblich. Um die Qualität der gesammelten Bioabfälle sicherzustellen, werden Biotonnen auf Fehlbefüllungen kontrolliert. Die Abfallentsorgung Kreis Kassel weist grundsätzlich darauf hin, dass Behälter mit unzulässigen Abfällen nicht geleert werden.
Die einfache Herbstregel lautet deshalb: Bioabfall gehört in die Biotonne. Verpackungen gehören nicht hinein. Und bei schweren Gartenabfällen und Fallobst gilt: lieber auf mehrere Leerungen verteilen, als die Biotonne zu überladen.
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Pressestelle LANDKREIS KASSEL, L. Hollmig


