Geschichte von Eschenstruth

1126 wird Eschenstruth urkundlich das erste Mal erwähnt. Aus dieser Urkunde wird ersichtlich, dass es sich um eine Neugründung durch das Kloster Kaufungen handelt. Bis ins 19. JH. war Eschenstruth eng mit dem  Kloster verbunden und ihm dienstbar.

Neben der Landwirtschaft und anderen Berufen entwickelte sich vor allem die Leineweberei (1653 erste Erwähnung) zu einem Berufszweig, der das Dorfleben fast 2 JH. bestimmte. Ein weiterer erwähnenswerter Berufszweig ist der des Vogelhändlers. Eschenstruther fingen Blutfinken (Gimpel), brachten ihnen das Singen bei und verkauften sie in all Welt. Daher auch der Eschenstruther Beiname „Die Blutfinken“

Historische Daten von Eschenstruth (gekürzt) Verfasser: Gerold Kunert

  • Bis 19. Jahrhundert

    1126

    Erste urkundliche Erwähnung am 3. Juni 1126 übergibt Erzbischof  Adalbert von Mainz der Äbtissin Gisela von Kaufungen die Neubruchzehnte in den  Orten Heiligenrode, Umbach und Eschenstruth.

    12.Jh

    Bau der Kirche

    1398

    Erste Nennung eines Pfarrers in Eschenstruth. (Sifrid Oremus)

    1433 

    Erste Nennung eines Bürgers aus Eschenstruth. (Heinze Scheffir)

    1581

    28. 6. Ein Waldschmied aus Eschenstruth, schmolz das erst Luppen-Eisen in der neuen Eisenhütte  zu Vaake an der Weser.

    1585

    Landgraf Wilhelm IV., läßt für Eschenstruth 45 Haushaltungen ermitteln. Mit der Reformation, wurde die Pfarrstelle Eschenstruth aufgelöst und kam nach Helsa.

    1640

    Nach einem „Verzeichnis der Mannschaft „  hat Eschenstruth 53 Haushaltungen.

    1645

    Erste Nennung eines Greben (Bürgermeister Claus Dölle)

    1645

    Anschaffung von mindestens 2 Glocken.

    1650

    Am 27. Juli verursacht ein Sturm unter anderen schweren Schäden am Kirchturm.

    1651 

    Der Kirchturm wurde für 300 Taler instandgesetzt.

    1687

    Bau des Schulhauses. ( Mittelgasse 9 + 11 ) Bis 1892 genutzt.

    1711-1714  

    Anschaffung der heutigen Orgel. (Baumeister Dauphin aus Mühlhausen ?)

    1776 

    Drei Einwohner aus Eschenstruth kämpfen als Soldaten in Amerika.

    19.Jh. 

    Hochkonjunktur der Hausweberei in Eschenstruth. Siegmund Aschrott errichtet einen Leinengroßhandel.

    1824-1832 

    Die Leipziger Straße wird von Helsa über Eschenstruth,Fürstenhagen nach Hessisch Lichtenau geführt. Davor über Hergesbachtal und dem Steinbachtal

    1879

    Am 1. Dezember, Eröffnung der Bahnstrecke Cassel – Eschwege über Waldkappel

    1891

    Eine Fernsprechverbindung mit Hessisch – Lichtenau wird aufgenommen.

    1893

    Der neue Schulbau auf dem Gelände des Gemeindebrauhauses wird bezogen.

    (Heute DGH)

    1895

    Eschenstruth wird selbständige Pfarrei.

  • 20. Jahrhundert

    19.Jh. 

    Hochkonjunktur der Hausweberei in Eschenstruth. Siegmund Aschrott errichtet einen Leinengroßhandel.

    1824-1832 

    Die Leipziger Straße wird von Helsa über Eschenstruth,Fürstenhagen nach Hessisch Lichtenau geführt. Davor über Hergesbachtal und dem Steinbachtal

    1879

    Am 1. Dezember, Eröffnung der Bahnstrecke Cassel – Eschwege über Waldkappel

    1891

    Eine Fernsprechverbindung mit Hessisch – Lichtenau wird aufgenommen.

    1893

    Der neue Schulbau auf dem Gelände des Gemeindebrauhauses wird bezogen. (Heute DGH)

    1895

    Eschenstruth wird selbständige Pfarrei.

    1903 

    Errichtung einer mechanischen Weberei.

    1921-1922

    Eschenstruth bekommt ein elektrisches Ortsnetz.

    1922

    aus dem Turnverein und dem Männergesangverein wird der "Arbeiter – Turn – und Gesangverein". Im August wird eine Fußballabteilung gegründet.

    1939 

    In Eschenstruth werden Arbeitslager für das Sprengstoffwerk (Hirschhagen) eingerichtet.

    1958

    Eschenstruth baut Kanal und Kläranlage.

    1964

    Am 8. Januar beginnt in der neu gebauten Schule der Unterricht.

    1972

    Durch die Gebietsreform verliert Eschenstruth seine Selbständigkeit. Die Gemeinden Helsa / Wickenrode, St. Ottilien und Eschenstruth werden zur Großgemeinde Helsa zusammengeführt.

    1982 

    Am 26.-28. Juni erstes Eschenstruther Heimatfest.

    1984

    Der Personenzugverkehr auf der Waldkappler – Bahn wird eingestellt.

  • 21. Jahrhundert

    2001  

    875 – Jahr Feier Eschenstruth.

    2006 

    Am 28. Januar Start der Lossetal- Straßenbahn bis Hessisch Lichtenau.

    2010 

    Am 25. Mai erfolgte der 1. Spatenstich für den Abschnitt Helsa – Hessisch Lichtenau der A44 (Autobahn)  AK 12 in der Waldhofkurve.

Bilder aus der Vergangenheit