Erweiterung der Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen: Schulgemeinde zieht in neues Gebäude


Landkreis Kassel. Pünktlich zum neuen Schuljahr sind die Bauarbeiten an der Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen fertiggestellt und die Schulgemeinschaft kann den sehnsüchtig erwarteten Erweiterungsneubau nutzen. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe hat Landrat Andreas Siebert das 885 Quadratmeter große, zweigeschossige Gebäude nun offiziell seiner Bestimmung übergeben. „Mit dem Gebäude ist es gelungen, ein hochmodernes, barrierefreies und nachhaltiges Lernumfeld zu schaffen, das den Anforderungen an eine zeitgemäße ganztägige Bildung gerecht wird“, sagt Landrat Andreas Siebert. 

Der Weg zur Fertigstellung verlangte allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität ab. Während der Sanierungsarbeiten am Bestandsgebäude aus dem Jahr 1953 war ein statischer Mangel an den Stahlbeton-Rippendecken festgestellt worden. Um die langfristige Sicherheit und den Brandschutz nach aktuellen Normen zu gewährleisten, war eine umgehende, aufwendige Betonsanierung unumgänglich. Obwohl diese zusätzlichen Schutzmaßnahmen zu Bauzeitverzögerungen führten, konnten diese auf ein Mindestmaß reduziert werden. „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was durch exzellente Zusammenarbeit möglich ist“, betont Landrat Siebert. „Ich freue mich sehr für die Schulgemeinschaft, die hier ein Umfeld vorfindet, das Maßstäbe in puncto Modernität und Funktionalität setzt.“ 

„Mit dem sehr gelungenen Erweiterungsbau wird an der Ernst-Abbe-Schule die Zeit der Provisorien beendet. Die moderne schulische Bildungs- und Betreuungssituation, die wir hier schon seit mehr als zehn Jahren bieten, erhält nun auch die passenden Räume. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Bildungs- und Chancengerechtigkeit“, so Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß.

Schulleiterin Pia Auell ergänzt: „Unser neues Gebäude gibt unseren Kindern nicht nur mehr Raum zum Lernen – es gibt ihnen Raum, sich zu entfalten, Gemeinschaft zu erleben und mit Freude ihre eigene Zukunft zu gestalten. Ich freue mich sehr, dass wir unseren Kindern mit diesem Erweiterungsbau nun genau diese Möglichkeiten bieten können. Denn gute Räume schaffen gute Voraussetzungen – und die besten Voraussetzungen haben unsere Kinder verdient.“ 

Während der Neubau bereits mit Leben gefüllt wird, stehen in einzelnen Teilbereichen noch finale Arbeiten an. „Im Untergeschoss werden aktuell noch die ehemalige Schulküche sowie der Werkraum fertiggestellt. Zudem müssen die Außenanlagen im Bereich des Ausgangs vom Untergeschoss zum Pavillon noch final gestaltet werden. Diese Restarbeiten können aber ohne große Einschränkungen für die Schulgemeinschaft während des laufenden Betriebs erfolgen“, erklärt Projektleiter Volker Deist vom Immobilienmanagement des Landkreises Kassel. 

Der Neubau zeichnet sich durch zahlreiche zukunftsorientierte Details aus. Großflächige Glasfronten schaffen eine helle, offene Atmosphäre. Neben einer Mensa mit moderner Küche, vier flexiblen Lern- und drei Differenzierungsräumen sowie einem großen Betreuungsraum wurde auch an die Ökologie gedacht: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt nachhaltig Strom. Durch den Einbau eines neuen Aufzugs ist der gesamte Schulkomplex inklusive des Bestandsgebäudes nun vollständig barrierefrei zugänglich. Auch beim Mobiliar setzt der Landkreis auf ein ressourcenschonendes Konzept, das bewährte Stücke aus dem Bestand geschickt mit moderner neuer Ausstattung kombiniert. „Wir haben hier nun einen Schulstandort, der den Charakter der Schule bewahrt und gleichzeitig modernste Bedingungen schafft“, sagt Landrat Siebert abschließend.