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Nachricht an die Gemeinde Helsa

Sehenswürdigkeiten im Ortsteil Wickenrode

Seit dem 01.08.1972 ist Wickenrode ein Ortsteil der Großgemeinde Helsa mit den ehemaligen selbständigen Gemeinden Eschenstruth und St. Ottilien. Bereits am 01.12.1970 hatten sich die Gemeinden Helsa und Wickenrode freiwillig Zusammengeschlossen und führte den Ortsnamen Helsa-Wickenrode. Wickenrode liegt am Südrand des Kaufunger Waldes, auf halbem Wege zwischen Werra und Fulda, zwischen Kassel und Witzenhausen. Im Urkundenbuch des Klosters Kaufungen wird Wickenrode erstmals 1293 erwähnt. Drei Jahre später lautet der Dorfname "Wigkenrade", der sich bis in die Frühe Neuzeit hält. Mit dem Beginn der Alaunproduktion 1573 am Hirschberg beginnt für Wickenrode eine bergmännische Ära. Um 1610 wird zudem Kohle am Hirschberg gefördert, um 1700 kamen ein Soda- und Alaunbergwerk auf der Johanniswiese hinzu. Mitte des 17. Jahrhunderts endete die traditionsreiche Glasproduktion im Kaufunger Wald bei Wickenrode. Wickenröder Gläsner arbeiten nun in der Ferne. Eine neue Kirche erhielt das Dorf 1786. Rund 100 Jahre später, 1860, beschäftigt die Soda- und Schwefelsäurefabrik Ringenkuhl 300 Arbeitskräfte, wenig später bekommt der Bergbau durch die Industialisierung einen enormen Aufschwung. Mit dem Bau einer Seilbahn vom Bahnhof Großalmerode West zur Zeche Marie am Hirschberg in 1883 und drei Jahre später zur Johanniswiese kann die Kohle schneller zu Sammelpunkten gebracht werden. Die Eisenbahn transportierte die Kohle dann weiter ab. Bis 1965 waren bis zu 100 Bergleute in Wickenrode beschäftigt.

 

 

  • evangelische Kirche 1786, geräumiger Saalbau mit Dachturm, Spätbarock
  • historischer Grabstein von 1693
  • Brauborn, zentrale Ortslage
  • ehemalige Hintermühle
  • Mitte 19. Jahrhundert Tuchfabrik
  • Braunkohlebergbau am Hirschberg
  • Schusterfranzbrücke
  • Braunkohle-Tagebau
  • Rund-, Wander- und Radwege entlang den Märchenlandwegen
  • Skilift