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Nachricht an die Gemeinde Helsa

Sehenswürdigkeiten im Ortsteil St. Ottilien

Der heutige Ort stammt aus dem Jahr 1699, doch lässt sich bereits 1506 eine Kapelle "St. Ottilia" nachweisen. Besiedelt wurde St. Ottilien um 1700 von Hugenotten, die ihres Glaubens wegen aus Frankreich vertrieben wurden und in der Landgrafschaft Hessen-Kassel eine neue Heimat fanden. Insgesamt soll es sich um 14 Familien gehandelt haben, etwa 50 Personen. Jede Familie erhielt einst 1 Portion Land (Haus, Garten, Wiese, Äcker). In den folgenden Jahren mischte sich die Bevölkerung mit der der umliegenden Dörfer, doch erst 1825 wurde die französische Sprache vom Deutschen in Kirche und Schule abgelöst. Schule und Kirche wurden 1727 errichtet und bilden noch heute den Dorfmittelpunkt. 1779 lebten 96 Menschen in St. Ottilien (heute etwa 310 Einwohner). Das kleine beschauliche Dorf hat auch heute nichts von seinem Herkunftscharakter und Charme eingebüßt.

 

 

  • Hugenottenkirche von 1727 (Fachwerkbau, der auch als Schule diente)
    Vorplatz: Steinmetzarbeit; Gemeindediener mit Schelle
  • als französische Kolonie mit 14 Familien 1699 gegründet
  • Hugenottenhäuser an der Ostseite der Dorfstraße