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Nachricht an die Gemeinde Helsa

Ortsteil Helsa

Eines der schönsten Fachwerkdörfer Nordhessens im Naturpark Meißner...

Helsa, eines der schönsten Fachwerkdörfer Nordhessens im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald, im landschaftlich reizvollen Lossetal gelegen. Der Wald liegt vor der Haustür, bei uns können Sie einfach in alle Himmelsrichtungen drauflos wandern. Sie finden unberührte Natur soweit das Auge reicht, soweit die Füße tragen. Über 80 km markierte Wanderwege durch sanfte Wiesentäler und gesunde Wälder in 250 bis 650 m Höhe über NN warten auf Sie. In unserer bergigen Landschaft hat sich eine intakte und vielfältige Natur erhalten. Es gibt wenig Industrie, keine Intensivlandwirtschaft dafür viel Wald. Und das bedeutet für uns: Sauberes , klares Wasser in zahlreichen Quellen und Bächen, gesunde Luft, viel Ruhe und abwechslungsreiche Wanderstrecken durch Wälder und Wiesen mit attraktiven Zielen.

650 Jahre Geschichte...

Eingebettet zwischen den Erhebungen von Stiftswald, Buchberg und Kaufunger Wald liegt der Ort Helsa. Das Dorf hat eine relativ späte Gründung. Es entstand in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der Name beinhaltet "hel": Moor, Sumpf; ein Wort, das sowohl die damalige Situation wie die späte Gründung erklärt. 1353 wird das Dorf Helsa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schaf- und Viehzucht bestimmten damals neben der Landwirtschaft das Leben der Bewohner.Das Dorf gehörte dem Kloster Kaufungen und es blieb auch nach der Reformation als "Stiftsdorf" dem Ritterstift Kaufungen unterstellt. Ein Helsaer Pfarrer wird zum ersten Mal 1425 erwähnt. Nimmt man die Abgaben, die nach Fritzlarer Registern zu zahlen waren, stellte Helsa eine Pfarrgemeinde dar.

Der Aufstieg des Dorfes begann erst im 16. Jahrhundert. Helsa gehört zu den Dörfern, in denen die Glasmacher lebten, die im Kaufunger Wald und in der Söhre arbeiteten. Als 1592 durch einen landgräflichen Erlass, der die Wälder schützen sollte, die Blütezeit der Glasindustrie endete, hielt der Aufstieg des Dorfes an. Inzwischen verkehrte auf der Straße im Lossetal eine regelmäßige fahrende Post. In Helsa gabelte sich die Post- und Handelsstraße und führte von hier über Witzenhausen bis Berlin und über Lichtenau nach Leipzig. Helsa wurde Sitz einer großen Poststation. Post und wachsender Durchgangsverkehr brachten dem Dorf erneut Aufschwung. 1569 gab es bereits 98 Haushaltungen. Das wachsende Dorf erhielt ein neues Äußeres. 1556 wurde der Unterbau des Kirchturms gebaut. Das heutige Helsaer Kirchengebäude entstand 1593. Die günstige Verkehrslage brachte allerdings auch Nachteile. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf 1634 von kaiserlichen Truppen gebrandschatzt. Im Siebenjährigen Krieg wie in den Napoleonischen Kriegen litt die Gemeinde unter Truppen, die im und am Dorf ihre Lager aufschlugen.

Im 17. Jahrhundert nimmt die Leipziger Straße an Bedeutung zu. Helsa liegt nun am Knotenpunkt verschiedener Straßen. Die Vorteile der Verkehrslage machten sich positiv bemerkbar. Wagner, Schmiede und Stellmacher profitierten von ihr. Gastwirte ließen sich im Dorf nieder. Hauptverdienst vieler Helsaer war der Vorspanndienst, den man den Kutschen und Wagen leistete. Die Größe des Dorfes wird wieder im Jahre 1788 genannt. Damals lebten 800 Menschen im Dorf, oder wie es in der betreffenden Urkunde heißt: " 157 Männer, 198 Weiber, 188 Söhne, 234 Töchter, 10 Knechte und 13 Mägde". 1828 begann der Bau der neuen Straße über Eschenstruth nach Leipzig. Nach deren Fertigstellung entfiel der Vorspann nach Friedrichsbrück. Erst die Übernahme der Kohlefuhren von der Zeche Hirschberg nach Kassel brachte den Helsaer Fuhrleuten neuen Verdienst.

Ende des Zweiten Weltkrieges waren in Helsa 18 Häuser und das Sägewerk zerstört. Auch die Kirche wurde leicht beschädigt. Mit dem Wiederaufbau und dem Aufbau des Ortes in der Nachkriegszeit entwickelte sich Helsa allmählich zu einem größeren Dorf. 1970 schlossen sich Helsa und Wickenrode zur Gemeinde Helsa-Wickenrode zusammen, 1972 kamen Eschenstruth mit Waldhof und St. Ottilien hinzu. Im gleichen Jahr wurde eine Verschwisterung mit Trèbes in Frankreich besiegelt, 1976 eine weitere mit Krimpen aan de Lek in den Niederlanden.