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Hugenotten-Colonie

Das Dorf liegt ca. 20 km südöstlich von Kassel. Der Name von einer Kapelle mit Klause, die der heiligen Ottilie geweiht war und von Kloster Kaufungen als Wallfahrtskirche um 1100 erbaut wurde. Die einzige Urkunde ist von 1506, die Abtissin von Kaufungen überträgt Kapelle und Klause dem Prior des Klosters Spangenberg. Um 1530 kommt das Gebiet in den Besitz der Herren von Meisenbuge zu Retterode. 1640 erwirbt die Landgräfin Amalie diesen Besitz und auf einem Teil davon siedelt Landgraf Carl 1699 14 französische Flüchtlingsfamilien mit 55 Personen an.
Das Land wurde von Soldaten gerodet und mit diesem Holz wurden die Häuser erbaut; jede Familie bekam eine Portion Land - ca. 18 Acker - mit Haus, Garten und Wiese vor dem Haus. Die Bebauung erfolgte in einer bogenförmigen Zeile am Fuße des Kopperod in ein und demselben Stil. IN den ersten 20 bis 30 Jahren seit der Koloniegründung hat ein relativ großer Bevölkerungsaustausch stattgefunden, da viele Familien auch Grund der schlechten Existenzbedingungen die Colonie schnell wieder verlie0en. Erst mit der Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsflächen stabilisierte sich die Bevölkerung. Unter schwierigsten Umständen wurde mit gemeinsamer Anstrengung und Opferbereitschaft von 1723-1727 die Kirche und die Schule mit Lehrerwohnung erbaut. Das Schulgelände wurde 1883 mit einem Stall die Kirche 1932 mit einem Anbau links erweitert.

