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Grunewaldsmühle
Beitrag von Irene Gunkel

Grunewaldsmühle- Vergnügungspark für die Dorfbewohner
Vor langer, langer Zeit, als unsere Eltern noch Kinder und selbst unsere Großeltern noch jung waren, also ungefähr in den 40er Jahren, gestaltete sich der Sonntag noch etwas familiärer als heutzutage. Nicht nur weil damals sonntagnachmittags die Discos noch nicht offen waren und es auch noch kein Fernsehberieselungsprogramm gab, sonder weil es vielmehr oftmals der einzige Tag war, wo für Familienleben Zeit blieb.
Nach dem Mittagessen machte man einen Spaziergang, vorzugsweise in Richtung Grunewaldsmühle. In der kleinen Holzhütte - bei Tante Anna - konnte man so allerlei Leckereien kaufen.
Man machte es sich dort auf den angelegten Terrassen, di mit Tischen und Bänken bestückt waren, bequem. Manchmal gab's "Drückihsen", die Männer bekamen Bier und anschließen (welch zeitloses Ritual) von ihren Frauen geschimpft. Die Kinder bestaunten die Nickemännchen im Bach oder fuhren auf dem Holzkarussell.
Und wenn "Vahder" die Spendierhosen anhatte, bekamen "die Wänste" auch schon mal 'nen Groschen, dessen Investition wohlüberlegt sein wollte: roter oder grüner Quatsch oder vielleicht lieber Lakritz?

