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Nachricht an die Gemeinde Helsa

Die Orgel

Die Anschaffung der Helsaer Orgel war ebenfalls das Verdienst des Pfarrers Rüppell. 1702 wurde der Vertrag mit dem Orgelbaumeister Johann Conrad Altstett aus Sebach (Thüringen) abgeschlossen. Die Rechnung über beinahe 230 Reichstaler wurde nach Ende der Arbeiten 1703 in drei Raten bezahlt.

Mehr noch als das Geld bereitete eine andere Frage der Gemeinde Sorgen: Wo sollte die Orgel aufgestellt werden? Eine einflussreiche Partei war dafür, sie an der Südfront zwischen der Kanzel und der Empore an der Wand aufzurichten. Aber hier gab es zum einen räumliche Probleme, zum anderen bevorzugten andere, unter ihnen Pfarrer Rüppell, alternative Lösungen, den Chor und die Empore betreffend. Schließlich traten der Grebe und ein Gemeindevorsteher an das landgrafliche Konsistorium heran und baten, - auf Kosten der Gemeinde Helsa - einen Sachexperten zu senden. Dabei handelte es sich um Jesz. Brandau. Am 17. Juli 1703 schreibt er:

"Der Chor war zu niedrig, um die Orgel aufzunehmen. Also wurde der Vorschlag gemacht, ob nicht die Orgel über die Kirchthür uf die dasselbstige bohrleube zu bringen wäre. Die dortigen Stände (Bänke) könnte man ja in jener Ecke unterbringen, die zunächst für die Orgel bestimmt war. Für diese stelle auf der Empore sprach Brandau."
Man wollte lieber, dass die Entscheidung vom Konsistorium getroffen würde. Zum Glück folgte der Konsistorial- und Kirchenrat Vietor den Argumenten Brandaus.