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Der Chor

Ein Blick auf den Chor, wie er sich Anfang dieses Jahrhunderts bot
Der Chor zeigt noch am stärksten das spätmittelalterliche Gesicht der Kirche. Der quadratische Raum, welcher den Altar birgt, misst 5,40 Quadratmeter. Er ist mit einem Kreuzgewölbe bedeckt. Dessen kehlprofilierte Rippen sitzen auf Tragsteinen, welche wie gestützte Pyramiden geformt sind. Der Schlussstein des Kreuzes ist mit einer herzförmigen Rosettenverziehrung versehen.
An der Südseite des Chores findet sich hinten ein Sakramentshäuschen, an dessen Unterseite ein Durchstoß nach außen vorgenommen wurde. Die mündliche Überlieferung erzählt, diesen Durchstoß hätte man für die ungetauft gestorbenen Kinder angelegt. Diese wurden hinter dem Chor begraben. Wenn man in den Durchstoß Taufwasser gab, rann dieses auf die Gräber der Kinder, um diese doch noch zu "taufen".
Die Fenster sind nicht in ihrer ursprünglichen Gestalt erhalten geblieben.
In dem Chor stand bis zum 2.Weltkrieg eine Sakristei. Sie wurde 1945 durch Granatbeschuss zerstört.Außen sieht man an einem Eckquader des Chores ein spätgotisches Relief, das einen bärtigen Kopf darstellt.

